Simson-Vögel, Staatskarossen und Sachsenporsche

Viertes Ostalgie-Treffen lockte alle ins Technik Museum Sinsheim

Sinsheim. Während die deutsche Nationalmannschaft sich auf ihr erstes Spiel in Russland vorbereitete, kamen in Sinsheim dutzende Oldtimer aus der ehemaligen Sowjetunion zusammen. Das Technik Museum Sinsheim lud am 17. Juni zum vierten Ostalgie-Treffen und an die 250 motorisierten Schätzchen aus den ehemaligen Ostblockstaaten folgten dem Ruf.

Angefangen bei Marke Eigenbau mit einem Simson-Motor über unzählige bunte Trabis bis hin zu den damals schon beachtlich ausgestatten Luxuskarossen der sowjetischen Staatsmänner – auf dem Museumsgelände bekamen die Besucher so einiges geboten: Eine zum Ratbike umgebaute Simson Schwalbe, ein selbstfahrender LKW im Maßstab 1:10 mit Schwalben-Benzinmotor, ein Kübeltrabi der ehemaligen Grenztruppen der DDR, die ehemalige Staatslimousine von Leonid Breschnew, ein GAS-14 Tschaika – ein Einzelstück von 1976, tonnenschwere LKW’s, und seltenere Exemplare wie der Skoda 110 R, Tatra 603, Jugo 45 und Saporoshez 968A.

In der Szene namhafte Clubs kamen sogleich mit dutzenden Fahrzeugen, wie z. B. Zweitakterz Süd aus Denkendorf oder Autoklassika aus Dortmund. So mancher Automobil-Club nahm auch eine fünfstündige Anfahrt in Kauf, um beim mittlerweile größten Treffen für Ostfahrzeuge in Süddeutschland dabei zu sein. Aber auch Einzelkämpfer wie z. B. aus Litauen bereicherten das Ostalgie-Treffen um ihre Schätzchen.

 

Autor: Simone Lingner, web: media.technik-museum.de/de/ostalgie-treffen